Highlights

Hier sehen Sie eine Auswahl besonderer Objekte aus unseren vergangenen Auktionen:

Hl. Johannes von Nepomuk

Böhmen, um 1720/30. Der Heilige mit Almutia und Quastenbehang, der Kleidersaum seines Chorhemds schwingt bewegt zur Seite. Beide Hände sind devot vor der Brust überkreuzt. Holz, Rückseite gehöhlt, ältere Farbfassung. Risse, Alterungsspuren.
H. 110 cm, Sockel H. 23,5 cm.
Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 552
Zuschlag: € 15.000.–

Muttergottes mit Kind

Salzburg, um 1430. Sie hält in ihren Armen das nackte Jesuskind, über ihrem Schleier trägt sie eine Krone. Angearbeiteter Sockel. Holz, Rückseite geflacht, spätere Gold- und Farbfassung.
Besch., Risse, Erg.
H. 83 cm. Mit Konsole. H. 23 cm.

Auktion: 552
Zuschlag: € 14.000.–

Truhe

Österreich, 18. Jh. Nadelholz, blaugrundig gefasst, marmorierte Leisten. Vertiefte eckige und geschweifte Füllungen mit Floralmalerei. Alterungsspuren,
Erg. 78 x 173 x 74 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 3.800.–

Kommode

Oberbayern, 18. Jh. Holz, blaugrundig gefasst. Geradliniger, dreischübiger Korpus mit doppelt gebauchter Front und Traversen. Auf den Schubfronten Bildfelder mit Landschafts- und Parkdarstellungen, tw. mit höfisch gekleideter Figurenstaffage. Auf den Seiten Harfe spielende Dame und Herr vor Schlossanlage. Beigefarben marmorierte Holzplatte. Alterungsspuren, Erg. 83 x 121 x 70 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 4.000.–

Kommode

München, Hofwerkstätte Jakob Gerstens zugeschrieben, Mitte 18. Jh. Holz, übergangene Weißfassung, tw. vergoldet. Leicht bombierter, zweischübiger Korpus mit vier offen gearbeiteten, geschweiften Vorlagen. Dreiseitige, geschweifte und durchbrochen gearbeitete Zarge, Volutenfüße, sowie Füllungsrahmen reich beschnitzt mit Blüten und Rocaillen. Erg., Alterungsspuren. Marmorplatte später.
80 x 123 x 56 cm. Wir bedanken uns für die Zuschreibung bei Herrn Dr. Alfred Ziffer. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 6.000.–

Schrank

Österreich, 18. Jh. Nussbaum, verschiedene, tw. gefärbte Furnierhölzer, Brandmalerei. Auf Tatzenfüßen zweitüriger Korpus mit bewegter Front auf zweischübigem Sockelgeschoss, geschweiftes, verkröpftes Gesims. Eckschrägen und Mittellisene mit konischen Pilastervorlagen mit geschnitzten Kapitellen. Füllungen reich mit Bandelwerk, Blumensträußen und Rocaillekartuschen. Alterungsspuren, rest., Erg. 220 x 222 x 75 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 8.000.–

Tabernakelaufsatzsekretär

Süddeutsch, 18. Jh. Nussbaum, furniert, Fadenmarketerie. Dreischübige, mittig eingezogene Kommode mit Traversen, karniesförmige Schreibklappe. Aufsatz mit eingeschwungener Tür flankiert von je fünf Schüben. Gekehlter Segmentbogengiebel. Alterungsspuren, Erg. 193 x 114 x 70 cm.

Auktion: 551
Zuschlag: € 4.500.–

Prunkspiegel

Mainfranken, 18. Jh. Holz, geschnitzt, weiß und goldgefasst. Binnenleiste aus gezogenen Voluten, außen reich durchbrochene, asymmetrische Rocaillen mit betonter Giebelleiste. Besch. 170 x 100 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 5.500.–

Modellkommode

Deutsch, um 1780. Nussbaum, furniert, Messingbeschläge. Auf Spitzkantfüßen zwei­schübiger Korpus, intarsierte Kassettenfüllungen, oberseitig Blütenfeston. Alterungsspuren. 22 x 34 x 19 cm.

Auktion: 551
Zuschlag: € 6.000.–

Straub, Johann Baptist, Umkreis

1704 Wiesensteig – 1784 München. Zwei Cherubim auf Wolke. Pausbackige Kinder­gesichter mit Flügeln. Auf eine stilisierte Wolke montiert (ein Leistenteil fehlt). Holz, Farb- und Goldfassung. Ein Leistenstück fehlt, best. 28 x 42 cm. Provenienz: Justizrat Staudinger, Bad Tölz; Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 7.000.–

Günther, Ignaz, zugeschrieben

1725 Altmannstein – 1775 München. Schwebender Putto. Um seine Hüfte ist ein Tuch drapiert, sein rechter Arm ist nach oben gestreckt, sein Blick ist nach unten gerichtet. Mit Flügeln. Holz, übergangene Inkarnat- und Goldfassung. Rep., best.
H. 58 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 6.500.–

Riemenschneider, Tilman, Werkstatt

Um 1510. Hl. Familie. Fragment eines Sippenretabels, möglicherweise ursprüngl. mit Mutter Anna und ihrem Ehemann Joachim. Die Muttergottes sitzt auf einer Thronbank. Sie hält mit beiden Händen das unbekleidete, aufgerichtete Jesuskind auf ihrer linken Seite. Das Kind hält einen Apfel. Hinter ihr stützt sich Joseph mit beiden Armen auf den Leh­nenpfosten. Linde, Rückseite gehöhlt. Rest. mit Erg., Alterungsschäden, rechte Hand, ein Zeh des Kindes und ein Finger Josephs fehlen. 120 x 54 cm. Mit kunsthistorischem Exposé von Dr. Iris Kalden-Rosenfeld, Berlin 2013 (Kopie). Gutachten Dr. Franz Winzinger, Oettingen 1952 (Kopie). Lit.: I. Kalden-Rosenfeld/J. Rosenfeld, T. Riemenscheider und seine Werkstatt, Königstein 2015, Nr. 45a, S. 144; B. Gantner: Hl. Familie, T. Riemenschneider, seine Werkstatt um 1505/15, Starnberg 2011; Hartmut Krohm: Die hl. Anna und ihre drei Männer, in Kat. T. Riemenschneider, Staatl. Museen zu Berlin 2007, S.76; N. Jopek, German Sculpture 1430-1540, Victor and Albert Museum 2002, Abb. 19b. Provenienz: Sammlung Carl Roettgen Bonn; Auktion Math. Lempertz‘ Buchhandlung und Antiquariat Dez. 1912, Nr. 232 ; Auktion Lempertz 1950, Nr. 682; Galerie Almas, München; nach 1952 Freiherr Schenck v. Geyern, nach 1971 Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 60.000.–

Brosche

Um 1920. Platin, GG. Stabnadel mit mittigem Altschliffdiamantsolitär, umgeben von einem Reif mit Smaragdcarrébesatz; flankierend je ein Altschliffdiamant in achteckiger Fassung, abschließend je fünf kleine Dimamanten. Rep., Rondiste tw. best. 4,8 x 1,4 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 5.000.–

Ring

England, um 1840. GG, Silber. Blütenförmig reliefierte Schiene, an der Schulter in zwei Lyren auslaufend. Am Ringkopf bilden ein tropfenförmiger, taubenblutroter Rubin und ein ebenfalls tropfen­förmiger Diamant ein Herz in einer Diamant­entourage, bekrönt von einem reifförmigen Diadem. Altes Etui. Laut Nachlassschätzung ehemals im Besitz eines Prince of Wales.
Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 8.000.–

Kette mit Solitäranhänger

Platin(?). Altschliffdiamant (ca. 5 ct., SI, O/P) in geometrisierender tw. schwarz emaillierter Fassung mit Entourage von acht Diamanten in „mille-griffes“-Fassung. Scharnierte Öse mit zwei Diamanten. Anhänger L. 3,4 cm. Feine Ankerkette mit erg. Schließe (Marke „585“). L. 38,5 cm.

Auktion: 551
Zuschlag: € 21.000.–

Brosche

Deutsch, um 1915/20. Platin, GG. Gitterförmig durchbrochene und mit Diamanten ausgefasste Oktogonalform. Mittig Besatz von fünf Altschliffdiamanten in „mille-griffes“-Fassungen. 4,6 x 2 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 9.000.–

Demi Parure

Branca de Brito(?), Portugal, 2. Hälfte 20. Jh. GG 800/1000. Drei Teile: Collier und ein Paar Ohrringe. Collier aus bogenförmigen Gliedern, ausgefasst mit Brillanten und Achtkantdiamanten. Vorderseitig blütenförmige, mit Diamanten ausgefasste Motive und sieben Pendilien mit ovalen, barocken Zuchtperlen in Saphirentourage. Ohrgehänge mit entsprechendem Schmuckmotiv und Pendilie (aushängbar). BZ: „Portugal“, nach 1938 (Tardy, Poinçon d‘or S. 261). Originaletui. Saphire tw. leicht best. Ca. 114 g. Collier L. 40 cm. Ohrringe L. 4,7 cm.
Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 6.500.–

Ein Paar große Cloisonné-Vasen

China, Qianlong-Zeit. Auf türkisblauem Fond regelmäßiger, farbiger Lotosrankendekor mit vergoldeten Stegen. Stand und Mündung aus Bronze mit Standring. Mit Einsatz. Min. rep., best. H. 48 cm.

Auktion: 551
Zuschlag: € 7.000.–

Berchem, Nicolaes Pietersz

1620 Haarlem – 1683 Amsterdam. Flussufer mit aufragenden Felsen und Holzbrücke, im Bildzentrum berittene Schäfer mit ihren Tieren. Öl/Holz. 69 x 106 cm. Min. besch., rest., parkettiert. Sign.

Auktion: 551
Zuschlag: € 18.000.–

Tasse mit Unterschale

Ansbach, 18. Jh. Farbig und goldstaffiert. Beide Teile mit Prunusrelief. Farbiger Chinesendekor und Ornamentbordüren mit Vögeln und Insekten, goldstaffiert. Tassenrand mit drei kleinen Rest., Standkante und Henkel min. best. Tasse mit unterglasurblauer Marke „A“ mit Schild.

Auktion: 551
Zuschlag: € 3.200.–

Deckelkrug

Hamburg oder Portugal, 1. Hälfte 17. Jh. Fayence. Stilisierter Blütenranken- und Blattrispendekor mit Schraffuren in Blaumalerei. Deckel- und Standmontierung aus Zinn. Abschläge, best. H. 20 cm. Vgl. A. Klein, Deutsche Fayencen, Braunschweig 1975, S. 17ff. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 4.800.–

Walzenkrug

Künersberg, 18. Jh. Fayence. Turmarchitektur mit Mauer und Bäumen in Blau, Grün und Gelb bemalt. Henkel mit Fischgrätmuster. Standring und Deckel aus Zinn. Boden mit Glasurfleck bez. „Künersberg f“. Best., Haarrisse. H. 26 cm.

Auktion: 551
Zuschlag: € 4.500.–

Henkeltopf

Habaner-Ware, Westungarn, bez. 1690. Auf weißem Fond Blattreserve mit drei Blumen. Best. H. 15 cm. Provenienz: Sammlung B. Böck

Auktion: 551
Zuschlag: € 4.000.–

Bologneser Hund

Meissen, um 1734. Modell Johann Joachim Kaendler zugeschr. Bemalung in rotbraunen Auf­glasurfarben mit Schwarz, goldstaffiert. Breites, ­violettfarbenes Halsband mit Öse. Brandrisse, best., rep. Über dem Stand blaue Schwertermarke. H. 43 cm. Lit.: U. Pietsch, Die figürliche Meißner Porzellanplastik von Gottlieb Kirchner und Johann Joachim Kaendler, München 2006, Nr. 275 und 276; S. Wittwer, Die Galerie der Meißener Tiere, ­München 2004, Nr. 92, S. 300; Katalog Porzellansammlung Dresdner Zwinger, 1998, S. 206. Wir danken Angela Gräfin von Wallwitz und Dr. Alfred Ziffer für die Katalogisierung und ­Datierung des Objektes. Eine schriftliche Expertise kann bei der Gutachterin und Kunstsachverständigen Gräfin von Wallwitz eingeholt werden. Provenienz: ehemals Kunsthandel H. Reichert, München

Auktion: 550
Zuschlag: € 190.000.–

Berentz, Cristian

1658 Hamburg – 1712 Rom. Stillleben mit Glas, Karaffe, Trauben, Feigen, Schmetterling und einer Fliege, die auf einem Biskuit sitzt. Öl/Lw. 32 x 38,5 cm. Rest. Mit einem Gutachten von Hr. Prof. Dr. Claus Grimm, Gräfelfing, August 2016. Unsign. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung

Auktion: 550
Zuschlag: € 6.000.–

Kovsh

Firma Pawel A. Owtschinnikow, Moskau, Viktor Sawinkow (Beschaumeister), 1886. 91 Zolotnik, Cloisonné-Email. Auf drei Kugelfüßen, rund, mittig Knauf, eingeschnürter, kompakter Griff, Ornamentdekor. Leicht best. Mit BM, BZ, MZ. (Goldberg, München-Autenried, 1971, Nr. 958, 621). Ø 14 cm.

Auktion: 550
Zuschlag: € 3.200.–

Kanne in Form eines Eichenstammes

Höchst, um 1750. Rötlicher Scherben, weiß glasiert mit Bemalung in Braun, Grün, Türkisblau und Gelb. Modelliert mit aufliegenden Blättern, Zweigen mit Eicheln, Raupen und Käfer. In weißer Reserve sign. „J:Zeschinger“ (Johannes Zeschinger). Deckel innen mit grauer Radmarke. Best. H. 24 cm. Vgl. Kat. Höchster Fayencen und Porzellan, Mainz 1964, Nr. 12.

Auktion: 550
Zuschlag: € 3.800.–

Teekanne

Meissen, um 1725. Malerei in der Art von Johann Gregorius Höroldt. Farbiger Chinesendekor mit Goldspitzenbordüre, Insekten und indianischen Blumen. Ansatz der Tülle mit Maskaron im Relief. Best. Blaue Schwertermarke mit K.P.M., Deckel und Boden mit Goldziffer 34. H. 12 cm.

Auktion: 550
Zuschlag: € 7.500.–

Kavalier des Freimaurerordens mit Mops

Meissen, 18. Jh. Modell Johann Joachim Kaendler, 1743. Vornehmer Herr mit Dreispitz, Rock mit feiner Blumenstaffierung und Schürze, zu seinen Füßen ein Mops, seitlich ein Postament mit Zirkel. Marmorierter Sockelstand. Ohne Marke, spätere Aufschrift Z mit Stern (in Blau) und 192. (in Rot). Best., Brandrisse, rest. H. 30,5 cm. Neben verschiedene Varianten handelt es sich bei vorliegendem Modell mit Mops und erhobener rechter Hand um ein seltenes Exemplar. Vgl. L. und Y. Adams, Meissen Portrait Figures, London 1987, S. 18 und 20; H. Jedding, Meissener Porzellan des 18. Jh. in Hamburger Privatbesitz, 1982, S. 208.

Auktion: 550
Zuschlag: € 21.000.–

Bureau plat

Frankreich, 19./20. Jh, Louis-quinze-Stil. Pali­sander, furniert. Geschweifter, allansichtiger ­Korpus mit drei Schüben, drei Scheinschüben und Platte mit Leidereinsatz. Reiche Rocaille-Bronzebeschäge. Furnier leicht besch., Alterungsspuren.
77 x 158 x 86 cm.

Auktion: 549
Zuschlag: € 5.500.–

Augsburger Reiseservice

Peter Neuss II, Augsburg, wird 1689 Meister ­(Seling, 2007, Nr. 1842), Ende 17. Jh. Vergoldet. 8-teilig: 1 Deckelschale mit Schlangengriff und seitlichen, durchbrochenen Handhaben, 1 Breitrandteller, 1 Tellerfußleuchter, 1 Salzschälchen, 1 Messer, 1 Gabel,
1 Löffel, 1 Dochtschere ­(un­vollständig). Glatt gearbeitete Oberfläche.
Im ­achteckigen Lederkoffer mit Messingbeschlägen und Prägedekor. Gemarkt.
Ca. 1050 g. Ø 8-20,5 cm.

Auktion: 549
Zuschlag: € 17.000.–

Satz von sechs Faustbechern


Augsburg, 2. Hälfte 17. Jh., undeutliches MZ: „PS“. Paul Solanier(?), 1665 Bewerbung um das Meisterrecht (Seling, 2007, Nr. 1669,f). Innen und Lippenrand vergoldet.
Glatte Wandung mit abgesetztem Lippenrand. Im Etui (später). Tw. best. Gemarkt, Tremolierstich. Ca. 410 g. H. 5 cm.

Auktion: 549
Zuschlag: € 13.500.–

Boudin, Eugène


1824 Honfleur – 1898 Deauville.
Etude de ciel (Himmelsstudie).
Öl/Papier/Karton (verklebt). 15 x 12,5 cm.
Unten rechts mit blauem Nachlassstempel E. B. (Lugt 828).
Mit Gutachten Dr. Karin Sagner,
München 2016.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung

Auktion: 549
Zuschlag: € 8.500.–

Grund, Norbert Joseph Carl


1) 1717-1767 Prag.
Galante Szene mit einem trinkenden Kavalier neben zwei Mädchen
am Spinnrocken vor einem Haus.
Öl/Kupfer. 18 x 14 cm. Mit einem Gutachten von Walther Bernt,
München 1952. Rest. Unsign.

 

 

2) 1717-1767 Prag.
Galante Szene mit zwei Wäscherinnen,
daneben das Wirtshaus „Zum Schwanen“ (siehe Ausleger).
Öl/Kupfer. 18 x 14 cm. Mit einem Gutachten von Walther Bernt,
München 1952. Rest. Unsign.

Auktion: 549
Zuschlag: € 12.000.– für beide

Simon von Kyrene

Niederlande(?), um 1500. Schreitende Figur mit geschultertem Hut, den Kreuzbalken (Teil fehlt) haltend. Ansteigender Terrainsockel. Relief aus Eiche, Rückseite geflacht, Reste alter Farbfassung mit Gold. Besch., Risse. Rückseite mit verschie­denen Sammleretiketten, bez. „Pilgrim“.
H. 49,5 cm.

Auktion: 549
Zuschlag: € 9.000.–

Bulawa

Ukraine/Russland, 17./18. Jh. Silber, reich ziseliert, teilvergoldet. Gegliederter Schaft in Schlangen­hautmanier gearbeitet bzw. mit Schweifwerk und ­Tula-Rankendekor. L. 61 cm.

Auktion: 549
Zuschlag: € 9.000.–

Eisenkästchen

Süddeutsch, wohl Nürnberg, dat. 1622, monogr. „HR“. Eisen, innen rot gestrichen. Rechteckiger Korpus mit Bügelhenkel auf Kugelfüßen, im Deckel Federwerk mit vier Riegeln und Kapelle auf ge­bläutem Grund. Außen allseitiger Gravurdekor mit Personifikationen der vier Elemente, Figurenpaar und Blattrankendekor, Boden mit Inschrift: „Ich lieb was fain ist / obes schon nit mein ist / und mir nit werdten kan / Dannoch hab ich fraidt darab.“
Min. Rostspuren. 6 x 9 x 6 cm.

Auktion: 549
Zuschlag: € 4.000.–

Loppé, Gabriel


1825 Montpelier – 1913 Genf.
Blick auf den Aletschgletscher(?).
Öl/Lw. 60 x 45 cm. Doubl., rest. Sign., dat. 1876.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung

Auktion: 549
Zuschlag: € 28.000.–

Enghalskanne


Künersberg, 18. Jh. Fayence. Indianischer Blumendekor, vorwiegend in blauen
und grünen Scharf­feuerfarben. Henkel mit blauem Fischgrätmuster. Standring und Deckel (erg.?) aus Zinn. Best.
H. 23,5 cm. Vgl. Ausst.-Kat. Muffelbrand und ­Scharfes Feuer, Memmingen 1995,
S. 139

Auktion: 549
Zuschlag: € 2.000.–

Zwei adorierende Engel


Oberitalien, 1. Hälfte 17. Jh. Jeweils kniend in langem Gewand mit Schulterdraperie und Flügeln, fein modellierte Gesichtszüge. Holz, Rückseite summarisch ausgeführt, weiß und goldfarben gefasst.
Alterungsspuren, Hand- und Fußstücke fehlen.
H. 57–62 cm. Dabei zwei geschnitzte Hängekonsolen mit Blattrelief. H. 37 cm.

Auktion: 548
Zuschlag: € 5.000.–

Armband


Ägypten, um 1900. GG, Steatit, grün glasiert. Vier antike Skarabäen und vier antike Skaraboide in Fischform in beweglicher Goldfassung. Die Fassung der Skaraboiden in Form von Horus-Falken, tw. grün und rot emailliert. Tw. leicht best., Alterungsspuren. Die Skarabäen bzw. Skaraboide jeweils unterseitig bez. mit Hieroglyphen, Ägypten, 18. Dynastie bis 3. Zwischenzeit (16.-8. Jh. v. Chr.).
L. 18 cm. Mit Gutachten (detaillierte Beschreibung und Entschlüsselung der Hieroglyphen) der Skarabäen-Expertin Irmtraut Beste, Hannover,
1978 in Kopie.

Auktion: 548
Zuschlag: € 5.500.–

Kassette mit Löwenfigur


17. Jh. und später. Bronze, feuervergoldet. Auf den Hinterpfoten stehend, Kopf mit beweglichem Unterkiefer und Augen (Mechanismus defekt). Auf
achteckige, geschwärzte Holzkassette mit Flamm­leisten montiert, innen dreiteiliger Einsatz. Kugel­füße erg., spätere Bohrlöcher. Figur H. 22 cm,
Kassette 15 x 25,5 x 16 cm.

Auktion: 548
Zuschlag: € 9.500.–

Mulley, Oskar


1891 Klagenfurt – 1949 Garmisch-Partenkirchen.
Kapelle in einem Hochtal. Öl/Lw. 150 x 113 cm. Mit Gutachten von Herrn Mag. Günther Moschig, Wörgl, Februar 2016. Sign., dat. 42.

Auktion: 548
Zuschlag: € 15.000.–

Bretterkrippe

Franz Seraph Zwinck, zugeschrieben (1748–1792 Oberammergau).
Heilige Familie mit einem der Hl. Drei Könige. ­Silhouetten-Umrissform. Öl/Holz. 90 x 90 cm. Min. best., rest. Lit.: L. Koch, A. Buchwieser, F. Grawe, F. S. Zwinck / Der Lüftlmaler von Oberammergau, Oberammergau 1986, Nr. 77. Franz Seraph Zwinck gehörte zu den führenden Lüftlmalern von Oberammergau. Ein weiteres, erhaltenes Bretterkrippenteil befindet sich im Oberammergauer Heimatmuseum.

Auktion: 547
Zuschlag: € 3.500.–

Tabernakelaufsatzsekretär

Mainfranken, Mitte 18. Jh. Nussbaum, furniert. Bandelwerkmarketerie. Volutenbeine und geschweifte Zarge mit reicher Rocailleschnitzerei. Gebrochen geschweifter Korpus. Beinmulde mit je zwei Seitenschüben, einem Mittelschub und vier rückwärtigen Schüben. Geschwungene Schreibklappe, flankiert von je einem Schub. Aufsatz mit zentraler, konkaver Tabernakeltür, umgebenden Schüben und flankierenden Pilastern mit Kompositkapitellen. Geringe ­Alterungsspuren. 176 x 129 x 79 cm.

Auktion: 547
Zuschlag: € 8.500.–

Seyler_neu

Seyler, Julius

1873–1955 München.
Bisonjagd, um 1914/15. Öl/Karton.
68 x 97 cm. Sign.

Auktion: 547
Zuschlag: € 7.000.–

Stuck, Franz von

1863 Tettenweis – 1928 München.
Speerschleudernde Amazone. Entwurf 1897. Mit gestuftem, angearbeiteten Sockel. Bronze, patiniert. Spätere Ausführung Kunstgießerei Prießmann, Bauer & Co., München. Sign. „FRANZ VON STUCK“. Auf der Schmalseite bez. „PRIESSMANN BAUER & Co. MÜNCHEN“. 65 x 34 x 17 cm.

Auktion: 546
Zuschlag: € 17.000.–

Steinway-Flügel

Rotlack mit figuralem und floralem Chinoiserie­dekor. Elfenbeintastatur. Baujahr 1920/21. Bez.: “Steinway & Sons New York – Hamburg / Patent Grand Construction Oct 3.1899”, Nr. 201101. Min. Alterungsspuren. 95 x 182 x 142 cm. Provenienz: Nachlass Max Reinhardt, Schloss Leopoldskron, Salzburg

Auktion: 546
Zuschlag: € 23.000.–

Schraubflasche

Braunes Steinzeug, mit Emailfarben bemalt.
Beutelform. Umlaufend die vier Evangelisten als Relief mit Schriftreserven, Tulpenmotiv und Ornamentbordüre. Zinnmontierung mit Marke. Rep., Retuschen. Mit Papieretikett, Boden mit Ziffern. Creussen, um 1680. H. 19 cm (ohne Ring).

Auktion: 546
Zuschlag: € 3.500.–

Prunkuhr mit Schaukelpendel

Holz, vergoldet. Auf Volutenbeinen dreiseitig verglastes Gehäuse mit geschweiftem Giebel. Eckschrägen mit vorgelagerten Deckelvasen. Bekrönende Urnenvase, flankiert von Fruchtfestons. Kupferner Ziffernring auf vergoldetem, reich reliefiertem Zifferblattträger. In den Eckzwickeln zwei gravierte Wappen des Fürstbischofs von Chiemsee Franz Karl Eusebius von Waldburg-Friedberg und Trauchburg (Fürstbischof 1746–1772). Vier Hilfszifferblätter: „schlagt nit, schlagt“,
repetiert nit, repetiert“, „späth, früh“, Mondphase und Mondalter. Im Zentrum Weckerscheibe, bei der Sechs Datumsfenster. Federzugwerk mit Darmsaite und Schnecke für Gehwerk. „Grand sonnerie“, 4/4-Rechenschlagwerk auf Glocken. Wecker. Spindelhemmung. Als Pendel ein auf einer Schaukel sitzender Gaukler. Gangregulierung auf Zifferblattseite unter der Sechs. Zifferblatt bez. „J. B. Pfeffer Sti Kempten“ (Johann Batist Pfeffer, tätig ca. 1750–1788). Schlüssel. Alterungsspuren, rep., tw. best., Minutenzeiger erg.(?). Süddeutsch, um 1770. Lit. Abeler, S. 480. Eine ähnliche Stutzuhr desselben Meisters bei Klaus Maurice, Die Deutsche Räderuhr, Bd. II, Nr. 941.
88 x 45 x 28 cm.

Auktion: 546
Zuschlag: € 13.000.–

Prunkpokal

(800), vergoldet. Auf gewölbtem Fuß mit gewelltem Rand Elfenbeinschaft mit bukolischem Knabenmotiv, darauf hohe, zylindrische Kuppa mit entsprechendem Elfenbeinrelief mit umlaufender, bukolischer Figurenszenerie mit Nymphen, Bacchanten und Satyrn, gewölbter Deckel mit bekrönendem Bacchanten. Deckel und Fuß jeweils mit drei Elfen­beinmedaillons. Kuppa mit Riss. Undeutliches MZ: „MT“ (?). Deutsch, Historismus, 19. Jh. H. 51 cm.

Auktion: 546
Zuschlag: € 7.500.–

Mariä Verkündigung

Süddeutschland/Bayern, um 1500. Maria kniet vor einem Lesepult und liest in einem Buch, vor ihr der Engel Gabriel mit Schriftrolle. Holz, Rückseite geflacht, Farb- und Goldfassung. Besch., Flügelteile und rechter Arm des Engels fehlen. 44 x 48 cm.

Auktion: 546
Zuschlag: € 11.000.–

Balwé, Arnold

1898 Dresden – 1983 Feldwies am Chiemsee.
„Geburtstagsstrauß“. Öl/Lw. 110 x 66,5 cm. Sign.

Auktion: 546
Zuschlag: € 15.000.–

Wrba, Georg

1872 München – 1932 Dresden.
Diana auf der Hirschkuh. Sockel mit Spiralband. Bronze. Ausführung Cosmas Leyrer, München. Auf der Platte sign. „WRBA“, Schmalseite bez. „GUSS C. LEYRER München“ (vertieft). Speer mit kleiner Lötstelle. H. 74 cm.

Auktion: 546
Zuschlag: € 13.000.–

Topp, Arnold

1887 Soest/Westfalen – 1945 verschollen.
„Blumen“ (Glasbild, mit Silberfolie hinterlegt).
23 x 18,5 cm. Rücks. mit blauer Tinte: „Aus dem Nachlass Professor Dr. h.c. A. Fischer für Frau Therese Eichberger, Seehausen 17. Jan. 1957. Alfred Fischer (1881 Stuttgart – 1950 Murnau am Staffelsee) war ein deutscher Architekt und wurde 1933 von den Nationalsozialisten in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, da er als Verfechter moderner Architektur zunehmend Schwierigkeiten bekam. Rücks. Klebeetikett: „Kunstausstellung „Der Sturm“, Leitung: Herwarth Walden, Berlin W9, Potsdamer Straße 134a, Arnold Topp, Blumen, Glasbild“. Arnold Topp war einer der berühmten Künstler der legendären Künstlerbewegung des „Sturm“ und er zählte zu den großen deutschen Kubisten. Während seiner häufigen Berlinaufenthalte knüpfte er Kontakt zum Berliner Galeristen Herwarth Walden (Georg Lewin) und stellte bereits 1915 bei ihm in der gleichnamigen Galerie „Der Sturm“ aus. Von den Nationalsozialisten „gebrandmarkt“ und als „entartet“ eingestuft, wurden fünf seiner Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ von 1937 aus­gestellt. Nachdem er im letzten Kriegsjahr zum Volkssturm einberufen und anschließend zur Wehrmacht versetzt wurde, gilt er seit einem Kampfeinsatz als verschollen.
Mit einem Gutachten von Dr. Rainer Enders, Frankfurt (Oder), Juli 2015. Hr. Dr. Enders schreibt, dass das Werk auf der 104. Ausstellung der Galerie „Der Sturm“ in Berlin im Januar 1922 ausgestellt war und es sich um eines der drei bisher als verschollen geglaubten Glasbilder 1–3 aus der 104. Ausstellung der „Sturmgalerie“ handelt. Rücks. mit Bleistift sign., dat. 1922.

Auktion: 546
Zuschlag: € 28.000.–

Wagenbauer, Max Joseph

1775 Grafing – 1829 München.
Kühe zwischen Weiden vor Alpenlandschaft.
Öl/Holz. 24 x 28,5 cm. Sign.

Auktion: 546
Zuschlag: € 10.500.–

Pynacker, Adam Christiaensz, Werkstatt

1620(22) Schiedam – 1673 Amsterdam.
Südliche Flusslandschaft mit Booten. Öl/Lw.
94 x 121 cm. Doubl., rest. WVZ: Laurin Harwood, Adam Pynacker, 1988 Doornspijk, Nr. C6, S. 124. Unter dem Kapitel C befinden sich die zugeschriebenen Werke. Lt. Angabe von Laurin Harwood wurde in der Auktion von A. van Buuren in Naarden am 26. Mai 1925 das Lot 101 von der Galerie Van Diemen aus Berlin erworben. Sign., unleserl. dat. Ellis Dullart, RKD Museum Amsterdam, ordnet das Werk dem engsten Kreis Pynackers aus der Zeit um 1650 zu.

Auktion: 546
Zuschlag: € 10.000.–

Beweinung

Beweinung Christi

Burgund, um 1480. Die auf einer Bank thronende Schmerzensmutter hält in ihrem Schoß den nahezu diagonal angeordeten, verstorbenen Sohn. Um seine Hüfte ist ein Lendentuch gebunden, er trägt die Dornenkrone. Der vor den Füßen mit einer Salbbüchse kniende Nikodemus hat die Hand des Leichnams im Trauergestus ergriffen. Sandstein(?), Rückseite geflacht, Reste von Fassung. Besch., rechter Arm und linke Hand der Christusfigur fehlen.
62 x 48 cm.

Auktion: 545
Zuschlag: € 6.000.–

Tuerklopfer

Acht Türklopfer bzw. Türringe

Schmiedeeisen. Reich durchbrochen gearbeitete Anschlagplatten mit Ranken- und Gitterwerk in Rauten-, Kreis- bzw. Spitzbogenform, daran verschiedenartig gestaltete Türgriffe. Mit Erg. Auf Brett montiert. Ende 15. Jh. und später.
L. 13–44 cm.

Auktion: 545
Zuschlag: € 15.000.–

Portalschloss

Großes Torschloss

Eisen. Dreipassform. Abdeckplatte mit geätzter Bandornamentik. Schlosseingericht mit Schlüssel und schlaufenförmigem Griffstück. 16./17. Jh.
26 x 62 cm.

Auktion: 545
Zuschlag: € 6.500.–

Tuerschloss

Türschloss

Eisen. Dreipassform. Durchbrochene Abdeckplatte aus Messing mit Vogel, Grotesken und Engelsköpfen. Kapelleneingericht mit Schlüssel. Scharnierter Riegel mit Figurenkopf. 16./17. Jh.
17,5 x 39 cm.

Auktion: 545
Zuschlag: € 12.000.–

Gliederpuppe

Gliederpuppe

Scharnierte bzw. verschraubte Glieder aus Holz, Eisen und Bronze. Tw. Flachs, Leder, Kork. Aufgesteckter Kopf aus Holz, geschnitzt, bemalt, Kugelgelenke, Hände mit Fingergliedern, eine mit Leder bezogen. Neuzeitlicher Rundfußständer aus Eisen. Besch., erg., Teile fehlen. Frankreich oder Italien, 18. Jh. H. 71 cm.
Bei Denis Diderot und Jean le Rond d’Alembert findet sich eine Bildtafel mit Erläuterung von Louis Jacques Goussier mit dem Aufbau einer Gliederpuppe (Mannequin), wie sie im 18. Jahrhundert üblich war und mit dem hier angebotenen Exemplar vom Typus her vergleichbar ist, vgl: Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné von Didero und d’Alembert, 1772. Vgl. zu Typus und Funktion auch den Beitrag von E. P. Wipfler, Gliederpuppe, in: RDK Labor (2014).

Auktion: 545
Zuschlag: € 15.500.-

Spindelpresse

Spindelpresse

Für Buchdruck (?). Eisen, Holz. Auf massiver Standplatte mit Eiseneinsatz geschweifte, aufgeschraubte Halterung mit C-Bogendekor, Schwingachse mit zwei Messinggriffen. Schauseitig reich gravierter Zierbeschlag mit Wappen des Metropolitankapitels von Salzburg mit dem Bistumsheiligen Rupert und dem Wappen des Hochstifts Salzburg. Ohne Druckstock. Süddeutsch, 18. Jh. 59 x 67 x 29 cm.

Auktion: 545
Zuschlag: € 18.500.-

Laternenschluessel

Laternenschlüssel

Eisenschnitt. Konischer, durchbrochener Schaft und mit Maßwerk durchbrochene Rosette. England, 16. Jh.(?). L. 7 cm.
Provenienz: süddeutscher Adelsbesitz

Auktion: 545
Zuschlag: € 6.000.-

Dose

Tabatiere

Porzellan, Goldmontierung mit ziseliertem Muschel- und Blütendekor. Rechteckig mit leicht gewölbtem Scharnierdeckel, Wandung, Boden und Deckelaußenseite mit Malereidekor spielender Putten in Boucher-Manier als Allegorien der schönen Künste (Malerei, Bildhauerei, Musik, Poesie, Astronomie, Baukunst), gesäumt von
reliefiertem Purpur-Muscheldekor. Auf der Deckelinnenseite Porträt Friedrichs des Großen in blauem Rock mit dem Orden des Schwarzen Adlers nach dem Gemälde von Johann Georg Ziesenis. An den Ecken leichte Verfärbung (rest.?). Ungemarkt, KPM, um 1775/1780, unter Direktor Johann Georg Grieninger und der künstlerischen Aufsicht von Friedrich Elias Meyer. 5 x 9 x 7 cm. Vgl. B. Beaucamp-Markowsky, Porzellandosen des 18. Jahrhunderts, München 1985, Nr. 267.
Ehemals ausgestellt im Schloss Belvedere, Berlin, erworben bei Neuhaus, Würzburg, schriftliche Stellungnahme Prof. Dr. Winfried Baer, Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten, Berlin

Auktion: 545
Zuschlag: € 14.000.-

Wopfner

Joseph Wopfner

1843 Schwaz/Tirol – 1927 München.
Unter einem hohen, bewölkten Sommerhimmel rudern zwei Fischer mit einem Mädchen im Kahn auf auf den Chiemsee hinaus, um ihre Netze auszulegen. Öl/Karton. 18 x 30 cm. Sign.

Auktion: 545
Zuschlag: € 8.000.-

Apollo

Phoebus Apollo im Sonnenwagen

Modell Johann Joachim Kaendler, um 1773. Farbig und goldstaffiert. Geschweifter, mehrteiliger Sockel mit stilisierten Wolken, der Gott mit Zepter sitzt in einem Vierspänner mit Strahlenkranz und hält Messingketten als Zügel. Er wird von einem Genius begleitet. Best., ein Pferdelauf rep. Blaumarke Schwerter mit Punkt. Meissen, Pfeiffer-Zeit,
1924–1934. 29 x 42 cm. Vgl. Ausstellungskatalog Meissen für die Zaren, Hrsg. U. Pietsch, München 2004, S. 112, Kat.-Nr. 169.

Auktion: 545
Zuschlag: € 8.500.-

Sanduhr

Sanduhr

Auf rundem Stand fünf zierliche Säulen, Oberseite und Standplatte mit graviertem Früchtedekor, die Glaskolben mit Zackenrandmanschetten eingefasst. 17./18. Jh. H. 9 cm.

Auktion: 545
Zuschlag: € 9.000.-

Thronender Buddha Shakyamuni

Thronender Buddha Shakyamuni

Bronze, über rötlichem Grund mattfarbene Lackvergoldung, das Haar mit blauer Kultfarbe. Stirn mit „urna“. Doppelt gestufter Sockel mit Perlstab und Lotosblattwerk. Er trägt ein schulterfreies Mönchsgewand. Die Beine sind im Meditationssitz
verschränkt. Die rechte Hand in der Geste der Erdberührung, die linke ruht im Schoß. Tibet, 16./17. Jh. H. 24 cm.
Provenienz: Sammlung Emil Spickenreiter, München

Auktion: 544
Zuschlag: € 11.000.-

Deckelhumpen

Deckelhumpen

Auf drei „claw-and-ball“-Füßen zylindrischer
Korpus, ohrenförmiger Hohlhenkel, flach gewölbter Scharnierdeckel mit vegetabiler Daumenrast.
Wandung umlaufend mit kräftig reliefiertem Barockblumendekor. Kugelfüße begradigt, min. best.
MZ: „IF“, Skandinavien (Dänemark?) oder Baltikum (Riga?), um 1680, spätere Besitzerdatierung von 1759. Ca. 545 g. H. 14 cm.

Auktion: 544
Zuschlag: € 12.000.-

Kaulbach, Hermann

Kaulbach, Hermann

1846–1909 München.
Der strenge Lehrer: Kinder spielen vor dem Haus Schule. Öl/Holz. 32,5 x 44 cm. Leicht besch. Sign.

Auktion: 544
Zuschlag: € 10.500.-

Simm, Franz Xaver

Simm, Franz Xaver

1853 Wien – 1918 München.
„Traumverloren“. Öl/Holz. 41 x 30 cm. Mit Originalrahmen. Sign.

Auktion: 544
Zuschlag: € 12.000.-

Dossi, Battista, Nachfolger

Dossi, Battista, Nachfolger

Ferrara, 16. Jh.
Verkündigung Mariae. Öl/Holz. 37 x 50 cm.
Besch., rest. Unsign. Vergoldeter Plattenrahmen
mit graviertem Rankendekor aus der Zeit.
Provenienz: Sammlung der Grafen Khuen-Belasi, Villa Mazza, Gualdo bei Ferrara.
Gutachten Dr. Andrew John Martin, München, 2015. Fazit der ausführlichen Untersuchung von Dr. Martin ist, dass das vorliegende Werk vermutlich auf ein nicht mehr erhaltenes Original von Dosso Dossi zurückgeht und von einem ferraresischen Maler in der Zeit um 1530 entstanden ist.
In der Literatur lief die vorliegende Verkündigung noch 1965 unter Battista Dossi, dem Bruder von Dosso Dossi (Amalia Mezzetti, Il Dosso e Battista Ferraresi, Ferrara 1965, Nr. 72), bei Felton Gibbons, Dosso and Battista Dossi, Princeton 1968, Nr. 158 wird unsere Verkündigung einem Maler aus dem Umkreis Battista Dossis und Garofalos zugeordnet, siehe dazu die genannten Untersuchungen von Dr. Andrew Martin: „Im vorliegenden Gemälde ist die stilistische Nähe zu Dosso Dossi vor/um 1530 sehr auffällig (...) denkt man sich die übermalten Figuren hinzu, dürfte unser Gemälde dem Vorbild nicht nur stilistisch, sondern auch weitgehend kompositionell und ikonographisch gefolgt sein“.

Auktion: 544
Zuschlag: € 12.000.-

Thronende Madonna

Thronende Madonna

Süddeutsch, um 1500. Die als Himmelskönigin auf einem Thron sitzende Muttergottes stützt mit ihrer Rechten das auf ihrem Knie stehende Jesuskind,
in ihrer Linken hält sie eine Weintraube. Über dem roten, gegürteten Gewand trägt sie einen reich gefältelten, vergoldeten Mantel mit blauem Futter. Holz, Rückseite gehöhlt, neuere Gold- und Farb­fassung. Mit Inventarzettel, bez.: „Filialkloster
St. M. Stern Eichstätt“, älterer, unleserlicher
Klebe­zettel. H. 110 cm.
Provenienz: Kloster der Franziskanerinnen von Maria Stern, Augsburg

Auktion: 542
Zuschlag: € 13.500.-

Ein Paar Brule-de-Parfum-Schalen

Ein Paar Brule-de-Parfum-Schalen

Messing. Auf dreipassigem Fuß drei Harpyien,
die die Schale mit durchbrochenem Deckel tragen, dreiseitiger Mittelschaft für die Feuerschale mit applziertem Tempeldienerinnendekor. Leicht besch. Frankreich, um 1800. H. je 42 cm.

Auktion: 542
Zuschlag: € 6.500.-

Kugeleingericht

Kugeleingericht

Bein, gedrechselt. Schaft auf bemaltem Rundfuß mit zwei Auslegern und fünf Kugeln, darin jeweils drei­figurige Darstellungen aus dem Leben Jesu in farbig bemalter Mikroschnitzarbeit. Berchtesgaden,
18. Jh. H. 26 cm.

Auktion: 542
Zuschlag: € 21.500.-

Schöpfer, Franziska

Schöpfer, Franziska

1763 Mannheim – 1836 München (Hofmalerin
in München).
Sechs Porträts der Kinder Maximilians I. Josef, König von Bayern mit seiner zweiten Gemahlin
Karoline von Bayern (von links nach rechts):
1) Elisabeth Luise/Ludovika, spätere Königin von Preußen, (Zwillingsschwester von Amalie Auguste), 2) Maximiliane Josepha Karoline, Prinzessin von Bayern, 3) Amalie Auguste, spätere Königin von Sachsen, Gemahlin des Königs Johann I. (Zwillingsschwester von Elisabeth Luise), 4) Sophie Friederike, spätere Erzherzogin von Österreich und Schwiegermutter von Sisi, (Zwillingsschwester von Maria Anna Leopoldine), 5) Ludovika Wilhelmine, spätere Herzogin von Bayern, 6) Maria Anna Leopoldine, spätere Königin von Sachsen, Gemahlin des Königs Friedrich August II., (Zwillingsschwester von Sophie Friederike).
Aquarell/Elfenbein/Karton. Rund, in geschwärzte Rahmenplatte mit sechs Öffnungen eingelassen,
je Ø 6 cm. Rahmen leicht besch. Sign., dat. 1809, eine unsign., undatiert. Die hier angebotene
Prinzessinnen-Porträtserie findet sich auf den
Porzellantassen des königl. Tafelservices wieder, das König Maximilian I. Josef bei der Manufaktur Nymphenburg in Auftrag gegeben hatte und dessen Porträtmedaillons der Nymphenburger Porzellan­maler Christian Adler geschaffen hatte.

Auktion: 542
Zuschlag: € 15.000.-

Gauermann, Friedrich

Gauermann, Friedrich

1807 Miesenbach – 1862 Wien.
Jäger mit Jagdhund und erlegtem Hirschen im
Gebirge. Öl/Lw. 40 x 32 cm. Rest. Monogr.

Auktion: 542
Zuschlag: € 11.000.-

Ein Paar Jardinieren

Ein Paar Jardinieren

Mahagoni, vergoldete Messingapplikationen mit Rosetten und „mille-raies“-Dekor. Kannelierte, über Eck gestellte Toupiebeine und Zarge mit Eckschrägen, mit Messing ausgelegt. Mit Einsatzwanne. Spätere, rötliche Marmorplatte. Berlin/Potsdam, um 1790.
81 x 69 x 37 cm.

Auktion: 541
Zuschlag: € 12.500.-

Stickbild

Stickbild

Auf gelbem Seidenfond farbige Plattstichstickerei mit Goldfaden im Relief. Darstellung von fünf
fünfklauigen Drachen mit der geflammten Perle. Umrahmende Bordüre mit Wellen- und Wolken­motiven. China, 19. Jh. 77,5 x 112 cm. Gerahmt.

Auktion: 541
Zuschlag: € 7.500.-

Tête à Tête

Tête à Tête

Acht Teile. Tablett, zwei Kannen, Zuckerdose, zwei Tassen, zwei Unterteller. Bildnisse antiker Helden, darunter Herkules mit Löwenfell, in Grisaillema­lerei, Goldbordüre. Rest., best. Blaumarke „R“. Gotha, um 1800.

Auktion: 540
Zuschlag: € 8.500.-

Hl. Ursula

Hl. Ursula

Rheinland, um 1480. Sandstein(?), Inkarnat- und Farbfassung, Rückseite geflacht. Bekrönte Heilige in fürstlichem Gewand. Sie hat den Blick auf das aufgeschlagene Buch in ihrer linken Hand gerichtet. Unter den Falten des Mantels links und rechts
jeweils eine junge Frau, begleitet von einer Figur
mit langer Haube bzw. von einem Geistlichen mit
Kardinalshut. Der rechte Arm fehlt. H. 126 cm.
Der Typus der „Schutzmantel-Ursula“ fand besonders innerhalb der Kölner Ursula-Verehrung große Verbreitung. Möglicherweise hielt die vorliegende Figur in der rechten, fehlenden Hand das ihr zugewiesene Attribut des Pfeils.

Auktion: 540
Zuschlag: € 13.000.-

Dietzsch Barbara Regina, Umkreis

Dietzsch, Barbara Regina, Umkreis

Nürnberg, 18. Jh.

1) Blühender Apfelbaumzweig mit Schmetterlings­raupe.
Gouache. 27,5 x 19,5 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 2.400.-

2) Blütenstängel (Levkoje?) mit Schmetterling.
Gouache. 26,5 x 18 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 4.500.-

3) Blühende Distel mit Käfer.
Gouache. 29 x 20 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 2.600.-

4) Rosafarbene Mohnblume mit Schmetterling.
Gouache. 27,5 x 19,5 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 3.600.-

5) Rote Ranunkel mit Schmetterling.
Gouache. 28,5 x 20 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 3.000.-

6) Gelbe Papagei-Tulpe.
Gouache. 27,5 x 19,5 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 4.000.-

7) Blaue Iris mit Schmetterling.
Gouache. 27,5 x 19,5 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 6.000.-

8) Weiße/rosafarbene Nelke mit Schmetterling.
Gouache. 27,5 x 19,5 cm. Unsign.

Auktion: 540
Zuschlag: € 2.000.-

Thoma Hans

Thoma, Hans

1839 Oberlehen(Bernau im Schwarzwald) – 1924 Karlsruhe.
Adam und Eva im Paradies. Eva greift nach dem Apfel, den bereits die Schlange im Maul hat,
während sie Adam an ihrer rechten Hand hält.
Im Hintergrund ein Pfau, ein ruhender Tiger und ein auffliegender Kranich am Himmel. Öl/Karton.
70 x 47,5 cm. Rest. Monogr., dat. 87. Das Thema Paradies und Sündenfall kehrt mehrfach im Werk Thomas wieder unter dem Aspekt der Geschlechtlichkeit von Mann und Frau, mit seinen eigenen Worten heißt es dazu: „Ich hörte schon genug das Geschimpfe dieser Herren der Schöpfung, nur z.B. über Malerinnen (...) Mann und Weib sollten auf gleicher Stufe stehen, und die Menschen sollten endlich in diesem Punkte einmal klar und ruhig denken.“ (Ausst.-Kat. Hans H. Hofstätter: „Hans Thoma Lebensbilder“, Augustinermuseum Freiburg/Breisgau, Königstein, 1989, S. 95).
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.

Auktion: 540
Zuschlag: € 16.000.-

Zügel, Heinrich von

Zügel, Heinrich von

1850 Murrhardt – 1941 München.
„Hirte mit Schafherde im Spiel des Sonnenlichts vor dem Schafstall“. Öl/Lw. 70 x 87 cm. Wolkenhof 1925. WVZ: Heinrich von Zügel, Eugen Diem, Verlag Aurel Bongers, Recklinghausen 1975, Nr. 1042. Sign.

Auktion: 539
Zuschlag: € 8.000.-

Altarflügel

Altarflügel

Kärnten, 15. Jh.
„Der hl. Johannes Evangelista segnet den Gift­becher“. Szene aus der Johannes-Legende:
...Johannes kehrte nach dem Tod Domitians nach Ephesus zurück. Die Goldschmiede der Gegend fürchteten um ihre Umsätze aufgrund der
zunehmenden Christianisierung. Sie veranlassten Aristodemus, den Oberpriester des Artemis-
Tempels, Johannes vor die Wahl zu stellen. Entweder soll er einen Giftbecher trinken, an dem zwei Verbrecher vor seinen Augen tot umgefallen sind oder einem heidnischen Brauch opfern. Johannes entschied sich für den Giftbecher. Aus ihm entwich eine Schlange und er trank das Gift ohne Folgen. Dann warf er seinen Mantel auf die Verbrecher und sie erwachten zum Leben. Darauf bekehrte sich Aristodemus (hier links im Bild dargestellt mit einer Mitra, unter der noch Teile eines Turbans gebunden sind) und trat zum Christentum über. Öl/Holz.
104 x 62 cm. Rücks. Reste alter Bemalung mit
Mariendarstellung. Besch., rest. Unsign.

Auktion: 539
Zuschlag: € 11.500.-

Kleine Schreibtischuhr

Kleine Schreibtischuhr

Quadratischer Silberrahmen (88 Zolotnik) mit Klappständer und hellblauem, transluzidem Guilloché-Email mit applizierten, vergoldeten Blütenzweigen, bekrönende Schleife (ein Teil lose), rückseitig Elfenbeinabdeckung. Uhrwerk: Ein-Tag-Gehwerk. 15-steiniges Werk mit Ankerhemmung. Bimetallische Kompensationsunruh mit Breguetspirale. Drei Schlüssel. Schweiz, um 1900. Feingehaltsmarke St. Petersburg, MZ: „Ivan Savelewitsch Britzin“(?), tätig 1860–1917. 11,5 x 11,5 cm.

Auktion: 539
Zuschlag: € 8.500.-

Braith Anton

Braith, Anton

1836 – 1905 Biberach an der Riß

Hirte mit bepackten Eseln und Maultieren auf der Via Appia. Öl/Lw. 64 x 100 cm. Rest. Sign., dat. 1887.

Auktion: 539
Zuschlag: € 25.000.-

Guenter Ignaz

Günther, Ignaz

1725 Altmannstein – 1775 München

Geflügelter Engelskopf. Lindenholz, Rückseite summarisch ausgeführt, Inkarnat- und Farbfassung. Alterungsspuren, best. Um 1760. 27 x 25 cm.
Provenienz: Aus Privatbesitz.
Vorliegender Engelskopf war im Jahr 2000 im Bayerischen Nationalmuseum in der Ausstellung „Meisterwerke Bayerns von 900–1900“ in München ausgestellt. Lit.: Ausst.-Kat. Meisterwerke Bayerns von 900–1900, Kostbarkeiten aus internationalen
Sammlungen zu Gast im Bayerischen Nationalmuseum, München 2002, S. 76 mit Abb.; G. Woeckel, I.Günther, Die Handzeichnungen, Weißenhorn 1975, S. 318ff., Abb. 259.

Auktion: 539
Zuschlag: € 26.000.-

Sitzgruppe

Sitzgruppe

Holz, vergoldet. Fünf Teile: vier Armlehnsessel und ein kleines Sofa. Geschweifter Sitzrahmen mit reicher Akanthus-, Voluten- und Muschelschnitzerei. Gepolstert mit Gobelinbezug. Geringe Alterungs­spuren. Deutschland/Frankreich, Barockstil, 19. Jh. Sessel H. 116 cm, Sofa 126 x 125 x 72 cm.

Auktion: 538
Zuschlag: € 15.500.-

Andachtsbild

Andachtsbild

Öl/Lw. Die gute Hirtin. Bildaufbau in zwei, jeweils von Muscheln gerahmten Ebenen: in der oberen Maria, von Schafen, die ihr Rosen darbringen, umgeben, zu ihrem Haupt wird ihre Krone von zwei Engeln gehalten, in der unteren Bildebene hl. Franziskus und missionierende Franziskaner, untere Kartuschenzone mit Inschrift „LA DIVINA PASTORA DELAS ALMAS MARIA (...)“. Thematisierung der Franziskaner in Südamerika. Doubl., Rahmen besch. Süddeutsch, 18. Jh. 34 x 23 cm.

Auktion: 538
Zuschlag: € 7.000.-

Zwei Potpourri-Vasen auf Postament

Zwei Potpourri-Vasen auf Postament

Modell von Ernst August Leuteritz (1818–1893 Meißen). Farbig bemalt mit Goldstaffierung. Modellierte Blüten- und Fruchtauflagen mit Blattwerk. Balusterform mit Henkeln und jeweils einem plastisch ausgeformten, schwebenden sowie sitzenden Putto. Blumenbouquets, Streublumen und galante Watteaumalerei. Mehrfach best. Blaumarke Schwerter, Ritz- und Prägezeichen. Meißen, Ende 19. Jh.
H. 57,5–59 cm. Vgl. Lit. H. Jedding, Meißener Porzellan des 19. u. 20. Jahrhunderts, München 1981, S. 68, Nr. 58.

Auktion: 538
Zuschlag: € 5.500.-

Raupp, Karl

Raupp, Karl

1837 Darmstadt – 1918 München

Stürmische Überfahrt. Öl/Lw. 79 x 166 cm. Rest. Sign.

Auktion: 538
Zuschlag: € 14.500.-

Gassel, Lucas

Gassel, Lucas

Um 1500 Helmond – nach 1568 Brüssel

Christus auf dem Weg nach Emmaus. Öl/Holz.
31 x 49 cm. Rücks. Rotlacksiegel: „Accademia Delle Belle Arti Venezia“.

Auktion: 538
Zuschlag: € 32.000.-

Bugiardini, Giuliano di Piero

Bugiardini, Giuliano di Piero

1475 – 1554 Florenz

Brustporträt einer jungen Dame mit Nelke. Ihr rötlich braunes Haar schmückt ein weißer Haarreif, einem über einer weißen, am Hals zusammengehaltenen Bluse trägt sie ein Mieder. Öl/Lw. 61 x 43 cm. Doubl., rest. Unsign.

Auktion: 536
Zuschlag: € 47.500.-

Cloisonné-Schatulle

Cloisonné-Schatulle

Rechteckiger Korpus, auf Standfuß. Hellblauer Grund, darauf verschiedenfarbige Ranken. Im Zentrum der Oberseite und auf den vier Wänden des Deckels und der unteren Hälfte des Korpus jeweils eine unterschiedliche Blüte. Gravierte Bodenmarke „Qianlong“. Besch. China, 18. Jh. 8 x 14 x 11 cm.

Auktion: 536
Zuschlag: € 30.000.-

Kokosnuss-Trinkkanne

Kokosnuss-Trinkkanne

Silberfassung, vergoldet. Auf gewölbtem, profiliertem Stand Kokosnuss, unten und oben von konturierten Blattfriesen eingefasst, die mit drei Spangen verbunden sind, auskragender, gewölbter Scharnierdeckel und kräftig geschwungender Bandhenkel, gravierter Blattdekor. Deckelknauf erg. Deutsch, 17. Jh. H. 17 cm.

Auktion: 536
Zuschlag: € 16.000.-

Elfenbeinrelief

Elfenbeinrelief

Monogrammiert WB. Kreuzaufrichtung. Der gute und der böse Schächer sind rechts und links zu sehen, im Hintergrund ganze Soldatenreihen, sowie mittig die weinenden Frauen. Unten mittig monogr. und dat. 1691. 11,5 x 18,5 cm. Provenienz: Münchner Privatbesitz

Auktion: 536
Zuschlag: € 18.500.-

Bürkel, Heinrich

Bürkel, Heinrich

1802 Pirmasens – 1869 München

Der Hintersee bei Berchtesgaden mit Blick auf die Reiteralpe, um 1845/50. Albrecht Krückl erwähnt nur drei entstandene Bilder mit diesem Motiv in diesem Zeitraum. Öl/Lw. 44 x 63 cm. Doubl., rest., min. Verschmutzungen. Sign. Das vorliegende Gemälde wird in den Nachtrag zum Werkverzeichnis aufgenommen. Mit einem Gutachten von Albrecht Krückl, München 2012.

Auktion: 535
Zuschlag: € 16.000.-

Votivtafel

Votivtafel

Gottvater in Wolken, den Hl. Geist aussendend, darunter Schiff mit Kirche, hl. Maria mit dem Jesuskind und Engel auf der Überfahrt. Sossau, Landkreis Straubing-Bogen. Besch., rest. Tempera/Holz, 27 x 41,5 cm.

Auktion: 534
Zuschlag: € 13.000.-

Papierkrippe

Papierkrippe

Ca. 300 Figuren und Figurengruppen mit Hl. Familie und zahlreichen Assistenzfiguren, Engeln, Kirchenvätern, Königen, Reitern, Tieren, Häusern. Eine Figur sign.: „Felix Haller“, Georg und Felix Haller, Götzens/Tirol , dat. 1836. Aquarell/Papier. H. 4–35 cm.

Auktion: 534
Zuschlag: € 28.000.-

Kaulbach, Hermann

Kaulbach, Hermann

1846 – 1909 München

Kinder lauschen in der Stube den Geschichten des Großvaters. Öl/Holz. 52,5 x 65 cm. Rest. Sign.

Auktion: 534
Zuschlag: € 26.000.-

Neher, Michael

Neher, Michael

1798 – 1876 München

Blick auf eine Straße mit einem Torturm und Personen. Öl/Papier/Lw. 24 x 18,5 cm. Rest. Sign., dat. 69.

Auktion: 534
Zuschlag: € 11.000.-

Walzenkrug

Walzenkrug

Weiß glasiert, farbig bemalt. Schauseitig Baum, flankiert von sitzendem und liegendem Hasen. Im Hintergrund Voralpenlandschaft. Seitlich farbiger Blumendekor. Zinnmontierung. Datierung „1774“ und Besitzermonogramm „I.G.H.“ im bekrönenden Spruchband. Zinnmontierung. Künersberg. H. 25 cm. Vgl. H. Bosch, Deutsche Fayencekrüge des 17. und 18. Jahrhunderts, Mainz 1983, S. 194f. Und: H.-W. Bauer (Hg.), Muffelbrand und scharfes Feuer, 250 Jahre Künersberger Fayencen, Weißenhorn, 1995S. 209.

Auktion: 534
Zuschlag: € 38.000.-

Guglielmi, Luigi

Guglielmi, Luigi

1834 – 1907 Rom

Rut und Noomi. Alttestamentarische Szene aus dem Buch Rut. Die verwitwete Rut folgt ihrer ebenfalls verwitweten Schwiegermutter Noomi von Moab zurück nach Bethlehem. Hier stehend die beiden Frauen, bekleidet in langen antiken Gewändern in tröstender Umarmung. Auf der Plinthe sign. und bez. Roma. Min. best. H. 117 cm. Siehe: Thieme-Becker, Leipzig 1922, Bd. XV, S. 256. Dort verzeichnet, dass diese Gruppe im Glaspalast ausgestellt wurde. Laut Auskunft des Einlieferers wurde die Figurengruppe vom Nürnberger Sammler Held nach dem Brand des Glaspalastes 1931 dort erworben.
Provenienz: Sammlung Held, Nürnberg. Diese wurde versteigert bei Galerie Fischer, Luzern, Große Kunstauktion 4 – 14.11.1980, Los 1240.

Auktion: 532
Zuschlag: € 20.000.-

Muller, Jan

Muller, Jan

1571 – 1628 Amsterdam

Die Künste fliehen vor den Barbaren in den Olymp. Nach Bartholomäus Spranger. Kupferstich von zwei Platten um 1597. 68 x 51,5 cm. Jan Harmensz Muller galt unter Rudolf II, zwischen 1590 und 1606 als der bedeutendste Stecher nach Gemälden des Prager Hofmalers Bartholomäus Spranger. Dieser äußerst seltene Kupferstich zählt zu den brillantesten Blättern, die Muller geschaffen hat. Die drei Künste Malerei, Skulptur und Architektur werden vom Ruhm, durch eine Wolke dem Zugriff der Türken entrückt vor den thronenden Zeus emporgetragen. Der Westwind Zephyr bläst mit aller Kraft und unterstützt ihren Auftrieb. Links wird das Blühen der Künste und der Architektur unter der Herrschaft des römischen-deutschen Kaisers und des Papstes dargestellt. Die Darstellung veranschaulicht die Vormachtstellung des Hauses Habsburg im Kampf mit dem osmanischen Gegner. Beschnitten, fleckig, besch.

Auktion: 532
Zuschlag: € 14.000.-

Blattschale und Kanne

Kanne und Blattschale

Kanne
Vergoldet. Auf eingezogenem Stand gebauchter Korpus mit kurzer Schnabeltülle, gewölbter Scharnierdeckel mit Knospenknauf, Ohrenhenkel, Oberfläche aus großgelappten Kohlblättern mit feinteiliger gravierter Struktur. Best. Gemarkt, Türkei, 1844–1923, Tremolierstich. Ca. 1195 g. H. 25 cm.

Blattschale
Vergoldet. Gewölbter Fuß und gebauchte Schale aus großgelappten Kohlblättern mit eingerollten Blatträndern, feinteilig strukturierte, gravierte Ober­fläche. Leicht besch. Gemarkt, Türkei, 1844–1923. Ca. 1980 g. Ø 32 cm.

Auktion: 530
Zuschlag: € 42.000.-

Ein Paar Leuchter

Ein Paar Leuchter

Auf passig geschweiftem Glockenfuß Balusterschaft und zylindrische Kerzentülle, Fuß, Schaft und Tülle mit übergreifenden Rocaillen dekoriert. BZ: „Augsburg“, 1751–1753, MZ: „CKM“, Caspar Kornmann, wird 1747 Meister (Seling, 2007, Nr. 2380, 2040). Ca. 1200 g. H. 25 cm.

Auktion: 530
Zuschlag: € 10.000.-

Highlight 3

Mörser

Bronze. Konischer Korpus, in der unteren Hälfte mit profilierten Rippen gegliedert, ein gekanteter Henkel, auskragender Mündungsrand mit reliefiertem Ornamentfries.
15. Jh. H. 26,5 cm.

Auktion: 529
Zuschlag: € 19.000.-

Wächterfigur

Wächterfigur

Bronze, Reste von Vergoldung. In voller, reich verzierter Rüstung mit Ungeheuermaske, breitbeinig auf einem Sockel sitzend, die Arme auf die Oberschenkel gestützt. Auf der Stirn drittes Auge, mit energischem Gesichtsausdruck und mit unter einer Kappe hochgestecktem Haar.
In einem Stück gefertigt. Schwert fehlt, Bart und Schalband besch.
China, Ming, 17. Jh. H. 86 cm.

Auktion: 528
Zuschlag: € 45.000.-

Kronleuchter

Kronleuchter

Holz, schwarz und goldgefasst, facettierter Glasbehang. Ampelschale mit Federn und applizierten Empireornamenten, sechs Leuchterarme mit Genien, dazwischen Glaskettengirlanden, mittig unter der Federkrone dreiteiliges Gehänge mit Blattkränzen und Lanzettbehang. Alterungsspuren.
Deutsch, Anfang 19. Jh. H. 100 cm, Ø 84 cm.

Auktion: 528
Zuschlag: € 10.000.-

Madonna mit Kind

Madonna mit Kind

Elfenbein, Vergoldungsreste. Die hl. Maria trägt einen Kopfschleier und Krone, ein langes Gewand unter einem langen, faltenreichen Mantelumhang. Sie sitzt auf einer Truhenbank. In der rechten Hand hält sie eine Blüte, links hält sie das Jesuskind. Kopf, ein Arm und drei Finger des Jesuskindes verloren. Riss, best.
Frankreich, 14./15. Jh. H. 21 cm.

Auktion: 527
Zuschlag: € 32.000.-

Häufebecher

Häufebecher

Vergoldet. Auf durchbrochenem Rundfuß mit Knorpelwerk und Engelsköpfen Wandung durch Profilring horizontal in zwei Bereiche geteilt, unten godroniert, oben mit fein gravierten alt- und neutestamentarischen Episoden (Abraham vor Melchisedek, Ölbergszene) zwischen vertikal gliedernden Engelsfiguren dekoriert.

BZ: „Nürnberg“, MZ: „Hans Pezolt“, wird 1578 Meister (Nürnberger Goldschmiedekunst 1541 – 1868, Nürnberg 2007, Bd. I, Nr. 640, MZ0640b).
Ca. 215 g. H. 9 cm.

Auktion: 525
Zuschlag: € 142.000.-

Hl. Margareta

Hl. Margareta

Holz, vollrund ausgeführt, Farbfassung. Bekrönte Standfigur mit langem, unter der Brust gegürtetem Gewand. Mit ihrem Fuß tritt sie auf den Drachen. Ein Finger fehlt, rep., best.
Köln/Oberrhein, um 1480. H. 71 cm.

Auktion: 524
Zuschlag: € 16.000.-